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Eingesteckt und ausgeteilt

 

 

 

SG Garitz/Nüdlingen zeigt Qualitäten in allen Mannschaftsteilen

SG Garitz/Nüdlingen – HSG Fichtelgebirge 33:28 (17:13).

Diese Aktion hatte die Spielgemeinschaft gebraucht. Messerscharf und millimetergenau war der Wurf von SG-Torfrau Stephanie Piske an das andere Ende der Halle, wo Anne Früh das Präzisionszuspiel zum ersten Treffer der Heimsieben nutzte. Zeit war's, weil die Oberfranken davor drei Kontertore vorgelegt hatten. „Mit ihrem schnellen Spiel hat uns die HSG regelrecht überrumpelt“, sagte SG-Trainer Harun Tucovic in seiner Rückschau, die ansonsten nahezu frei von Kritik war.

Der entscheidende Faktor im Spiel der Gäste war Vera Hermankova, die fast ausschließlich im Angriff zum Einsatz kam und zum Schrecken der Unterfranken zu werden drohte. Schneller Antritt, ein erstklassiger Wurf und ein geschultes Auge für die Situation, die 38-Jährige ist eine komplette Spielerin. Aber Handball ist Teamsport. Und am Samstagabend trug die bessere Mannschaft das andere Trikot. Ab dem 9:12 entschied sich Tucovic für eine Manndeckung gegen die Tschechin, die damit viel von ihrer Wucht aus dem Rückraum einbüßte. Und beim Versteckspiel am Kreis auf kompromisslose SG-Mädels traf, die einsteckten, aber auch austeilten. „Wir haben als Mannschaft Qualität gezeigt und unsere Stärken gut verteilt“, fand Tucovic. In 6:4-Überzahl gelang mit dem 12:12 der erste Ausgleich. Und der 5:0-Lauf vor der Pause brachte tatsächlich eine halbwegs komfortable Pausenführung. Gebangt werden musste zu diesem Zeitpunkt nur um Lisa Wenzke, die sich nach einem Zusammenprall mit Hermankova eine Schienbein-Verletzung zuzog, nach der Pause aber wieder auf der Platte stand. „Auch in der zweiten Halbzeit hat meine Mannschaft weiter engagiert aufgespielt“, sagte Tucovic. Diesmal starteten die SG-Frauen mit drei Toren in Folge und hielten die Oberfranken bis zum finalen Pfiff auf Abstand. Geschuldet auch den starken Torhüter-Leistungen von Stephanie Piske und Pia Kunzmann sowie einer hohen Siebenmeter-Quote. Sieben der neun Strafwürfe fanden den Weg ins HSG-Netz. Den Tag perfekt machte die Reserve, die im Spitzenspiel über den MHV Schweinfurt triumphierte, den Aufstieg in die Bezirksoberliga bereits in der Tasche hat und nur noch einen Schritt vom Titel entfernt ist.

Tore für die SG: Anne Früh (11/2), Lisa Wenzke (9/5), Sabrina Kleinhenz (3), Anna Kleinhenz (3), Carolin Annon (3), Julia Albert (2), Theresa Kleinhenz (1), Anna-Lena Paech (1).

Quelle: mainpost.de